Adventskalender zum Kritzeln und Ausmalen

Immer mehr Erwachsene entspannen sich beim Kritzeln, Scribbeln und Ausmalen. Für diese „Kreativhelden“ und „Querdenker“ habe ich zusammen mit der Illustratorin Anna-Katharina Stahl aus Stuttgart einen kreativen Adventskalender veröffentlicht: Wir möchten dazu anregen, den Advent ganz kreativ zu gestalten.

„Wer kreativ ist, setzt sich ganz intensiv mit der Thematik auseinander“, hat mir Anna-Katharina Stahl verraten – das kann ich gleich doppelt unterschreiben! Das war einer der Anfangsimpulse zu unserem ersten gemeinsamen Projekt – einem Mitmachadventskalender. Unser Adventskalender bietet viele Chancen, den Dezember intensiver und bewusster zu erleben. Er aktiviert zum Ausschneiden, Rätseln, Notieren und vielem mehr. Da geht es zum Beispiel darum, herauszufinden welcher Plätzchentyp man ist, eine kreative Advents-To-Do-Liste auszumalen, schräge Adventsfotos zu schießen oder einen „Traum-Weihnachtsbaum“ zu kritzeln.

Weihnachtsstimmung mitten im Hochsommer

Mehrere Monate haben Anna-Katharina Stahl und ich am Kalender gearbeitet – bei gemeinsamen Treffen in Stuttgart, per Telefon und E-Mail. Unsere Herausforderung war es, 25 total unterschiedliche Kreativ-Ideen zu entwickeln, die sowohl Jugendliche als auch Erwachsene witzig finden und gleichzeitig Adventsstimmung aufkommen lassen. Uns war es besonders wichtig, den Kalender humorvoll zu gestalten. Die Leser sollen sich auf witzige Weise mit den vielen Aspekten des Advents beschäftigen können. Und wie versetzt man sich mitten im Hochsommer in Weihnachtsstimmung? Anna-Katharina Stahl musste bei dieser Frage laut lachen: „Das gehört zu meinem Tagesgeschäft! Aber bei diesem Adventskalender fiel mir das besonders leicht, weil es in der Gestaltungs-Hochphase sehr kalt und trüb war.“ Und für mich war es ganz einfach: Denn Anfangs Mai hat es hier in St.Gallen nochmals geschneit! Ich war wohl der einzige, der sich darüber gefreut hat 😉

Weitere Informationen zum Adventskalender

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Wie leben eigentlich die Kinder in Bethlehem?

In diesem Herbst erscheint neben dem gemeinsamen Buch mit Beate Alefeld-Gerges („Trauerarbeit mit Jugendlichen“) ein zweites Buch, das ich gemeinsam mit einer anderen Autorin geschrieben habe: Sibylle Hardegger hat für dieses Buch intensiv in Bethlehem und Umgebung recherchiert.

Ein öffentlicher Schaukoch, unterwegs mit einem Ärzte-Team durch die Wüste und Besuche im Beduinenzelt Sibylle Hardegger, Projektleiterin bei der Katholischen Kirche in Zug, erlebte bei den Recherchen für ihr Buch «Die Kinder von Bethlehem» viele Abenteuer im Nahen Osten. Das Buch soll Einblicke in den Alltag der Kinder und Jugendlichen in Palästina vermitteln.

Nein, Mühe, als Schweizerin das Vertrauen zu den Menschen in Bethlehem aufzubauen, habe sie nicht gehabt. «Ein Mitarbeiter des Caritas-Baby-Hospitals vermittelte mir viele Kontakte. Wenn man mal jemanden kennt, dann tun sich die Türen sehr schnell auf. Der erste Kontakt hat noch einen Onkel, der etwas erzählen kann und dieser wiederum einen Sohn, der etwas zu berichten kann und dieser kennt wieder jemanden ….» Palästina sei nicht so riesig und manchmal hat man das Gefühl jeder kennt jeden. «Man kommt schnell an die Leute heran und sie erzählen gerne von sich.»

Ein anderer Blick

Die Einladungen brachten Sibylle Hardegger zur Oliven-Ernte, zum üppigen Familienessen und auch die Beduinen in der Wüste zeigten ihr ihre Zelte. «Beim Stichwort Bethlehem denkt heute fast jeder sofort an Weihnachten und die Geburt von Jesus», so Sibylle Hardegger. «Ich will mit meinem Buch zeigen, was aus dem romantischen Ort der Weihnachtsgeschichte geworden ist. Wie leben Kinder heute dort?» Das Buch soll einen anderen Blick auf Bethlehem ermöglichen.

Von Kinderbuchautor unterstützt

Unzählige Interviews hat Sibylle Hardegger geführt, hunderte Fotos geschossen. Nur ein Bruchteil davon hat es in das Buch geschafft. Dieses hat sie zusammen mit dem Ostschweizer Kinderbuchautor Stephan Sigg geschrieben. «Das Buch ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene», erklärt Hardegger, die auch durch ihre Tätigkeit als Präsidentin der Kinderhilfe Bethlehem aufmerksam das Geschehen im Heiligen Land verfolgt, «man kann mit verschiedenen Sinnen die Welt Bethlehems entdecken.»

Bethlehem besucht die Schweiz

Mittlerweile kennt Sibylle Hardegger Bethlehem wie ihre Westentasche. «Wer nach Bethlehem reist, sollte nicht einfach nur die Touristenziele ansteuern», rät sie, «mein Tipp: durch die Gassen der Altstadt schlendern und vor allem mit den Leuten sprechen. Nicht einfach vorbeigehen, wenn man angesprochen wird.  Die Palästinenser sind freundlich, Gastfreundschaft wird gross geschrieben. Bei einer Tasse Tee kann man viel über Palästina und die Palästinenser erfahren.» Eines ist sicher: Die nächste Reise in den Nahen Osten lässt nicht lange auf sich warten. Doch bis es soweit ist, kommt Bethlehem in die Schweiz: Im November werden Sibylle Hardegger und Stephan Sigg eine kleine Lesereise durch die Deutschschweiz absolvieren. Dabei werden sie unterstützt vom 15-Jährigen Oud-Spieler Hosam, der in «Die Kinder von Bethlehem» porträtiert wird.

Sibylle Hardegger / Stephan Sigg: «Die Kinder von Bethlehem», Patmos-Verlag, 2017, 144 Seiten, durchgehend farbig, mit zahlreichen Fotografien und Illustrationen. ISBN: 978-3-8436-0967-8

 

Termine «Die Kinder von Bethlehem»-Tour

Fr, 3. November 19 h im Refektorium Kapuzinerkloster Sursee: Lesung, Bild, Musik

Sa, 4. November 17:30 h St. Anton, Basel: Musikalische Mitgestaltung im Gottesdienst

Anschliessend ca. 18:30 im Pfarreisaal Lesung, Bild, Musik

So, 5. November 10:45 h St. Pius, Meggen: Mitgestaltung Gottesdienst

Anschliessend Apero und Buchverkauf

So, 5. November 19:00 h St. Wendelin, Wagen: Mitgestaltung Gottesdienst

Anschliessend Apero und Buchverkauf

Weitere Informationen zum Buch

Jugendmagazin im Finale des Jugendprojektewettbewerbs

Tolle Anerkennung für unsere engagierten Jugendlichen: Unser Jugendagazin d(ich) wurde für das Finale des Jugendwettbewerbs 2017 der Kantone St.Gallen und Appenzell-Ausserhoden nominiert. Alle Informationen gibt es in diesem kath.ch-Artikel.

Es ist noch nicht lange her, da sassen wir mit dem Verantwortlichen zusammen und haben uns überlegt, ob wir ein solches Magazin überhaupt realisieren können: Finden wir genügend Jugendliche, die mitmachen? Können wir das Projekt finanzieren? Die Idee zu diesem Projekt habe ich schon länger rumgetragen – vielleicht schon seit meiner Jugend, als ich selber Möglichkeiten suchte, erste Erfahrungen als Journalist zu sammeln.  Die Medienwelt hat sich komplett verändert. Aber eines ist gleich geblieben: Wer gerne schreibt, fotografiert oder layoutet, hat noch immer zu wenig Chancen, einfach mal auszuprobieren.

Der Aufwand und der Mut haben sich gelohnt! Und dank Richa Huber, die das Projekt total engagiert leitet, hat sich aus unserer Idee ein vielseitiges Projekt entwickelt, bei dem viele Jugendliche mitwirken  … Nach drei Ausgaben zeigt sich auch, dass die Jugendlichen grosse Fortschritte machen und die Texte, Fotos und Illustrationen an Qualität gewonnen haben.

Ich drücke den Jugendlichen am 28. Oktober ganz fest die Daumen!

Die nächste Ausgabe erscheint Ende November und wird auch wieder online verfügbar sein.

 

 

Zu zweit ein Buch über trauernde Jugendliche

„Schreiben Sie ein Buch über Trauerarbeit mit Jugendlichen!“, sagte die Verlegerin zu mir auf der Frankfurter Buchmesse 2015. Ich: „Ein wichtiges Thema, aber das muss eine Expertin, ein Experte machen …“  Verlag und ich haben uns auf die Suche gemacht und gelangten durch einen persönlichen Tipp in den hohen Norden nach Bremen zu Beate Alefeld-Gerges, der Gründerin von Trauerland.org, einem Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche. „Ein Buch?“, sagte sie überrascht, „eine ganz neue Erfahrung, aber das klingt spannend!“ Ein Telefon und für uns beide stand fest: „Wir ergänzen uns.“ Und so fing alles an. Eine kreative Nord-Süd-Zusammenarbeit via Telefon, Mails und Arbeitstreffen in München.

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Für mich ein total bereicherndes Projekt: Beate gab mir eine Menge Einblick in ihre Arbeit und Erfahrungen. Wir haben eifrig diskutiert, Methoden weiterentwickelt und auch Impulstexte entworfen, die helfen sollen, über dieses schwere Thema ins Gespräch zu kommen.  Wir lassen im Buch bewusst ganz viele Jugendliche, mit denen Beate gearbeitet hat, zu Wort kommen – und das ganz unzensiert. Die Erwachsene bekommen so Einblicke in ihre authentische Gedanken.

Jetzt, knapp 1,5 Jahre später, lese ich die Druckfahne, gehe die letzten Korrekturen durch und freue mich riesig auf dieses Buch. Ich wünsche ihm eine grosse Resonanz – vielleicht leistet es einen kleinen Beitrag dazu, dass mehr und unverkrampfter über das Thema gesprochen wird – und Beate Alefeld-Gerges wünsche ich ganz viele Einladungen zu Workshops und Kursen, denn von ihr könnt eine Menge lernen. Also, bucht sie, damit sie mit unserem Buch ganz häufig in den Süden kommt! 🙂

Infos zum Buch Trauerarbeit mit Jugendlichen

„Fitness-Junkie“ geht in die 2. Auflage!

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Wahnsinn: mein Jugendbuch über Fitnesssucht geht bereits in die 2. Auflage – und das nach etwas mehr als 2 Monaten! Ein grosses Dankeschön an alle LeserInnen und an alle Medien, die so intensiv über das Buch berichtet haben (Zeitungen, Zeitschriften, TV, online). Besonders gefreut hat mich die Rezension von lesefieber.ch Dieser und anderen Reaktionen entnehme ich, dass auch viele, die mit Sport wenig oder gar nichts am Hut haben, mit „Fitness-Junkie“ etwas anfangen können.

Mit „Fitness-Junkie“ an die Oberstufenschulen!

Nur noch ein paar Tage und dann bin ich mit diesem Buch an Schulen in der Zentralschweiz auf Tour, werde aus „Fitness-Junkie“ vorlesen und mit Schülerinnen und Schüler über das Thema Sportsucht und Körperkult ins Gespräch kommen – ich bin schon sehr gespannt auf den Austausch! Und: Bei der Lesung an der dabux-Premiere im September habe ich gemerkt, dass sich „Fitness-Junkie“ sehr gut für Lesungen eignet und ein hervorragendes „Material“ ist, um daraus vorzulesen: viele Dialoge, kurze Sätze, ein schnelles Tempo …

Alle Infos zur 2. Auflage von „Fitness-Junkie“

Jugendliche als Journalisten im Einsatz

dichnummer1-452x600Seit Frühling begleite ich eine Gruppe von Jugendlichen, die den Auftrag haben, ein eigenes Magazin „von Jugendlichen für Jugendliche“ zu entwickeln. Ende September ist nun die erste Ausgabe erschienen. Ein grosses Kompliment an die zwölf Nachwuchsjournalistinnen und Nachwuchsjournalisten!

Lasst die Jugendlichen ihre Ideen umsetzen!

In vielen Fortbildungen und Workshops in den letzten Jahren habe ich viele Erwachsene ermutigt, auf die Jugendlichen zu hören und ihnen auch möglichst viel Freiheit zu geben, um ihre Ideen zu verwirklichen – selbst, wenn wir es als Erwachsene ganz anders machen. Ja, ich weiss, das ist einfacher gesagt als konkret umgesetzt. Ein besondere Herausforderungen waren die Redaktionssitzungen.

Bei den Diskussionen über die Inhalte musste ich mich manchmal an den Stuhl anbinden und mir auf die Zunge beissen, damit ich nicht den kreativen Prozess unterbrach oder gleich mit „Das geht nicht… “ oder „Wäre es nicht besser …“ die Gespräche unterbrochen habe. Es hat sich gelohnt – denn die erste Ausgabe d(ich) (so heisst das Magazin) ist eine spannende Mischung aus verschiedenen Themen, die Jugendliche beschäftigen. Die Jugendlichen haben eine Menge gelernt – und auch ich!

„Wann ist jemand oder etwas schön?“

Bemerkenswert: Promi-Interviews und ähnliches wurde bei den Sitzungen gar nicht vorgeschlagen. Stattdessen standen für die Jugendlichen folgende Themen fest: Ein Interview mit einem jugendlichen Flüchtling, die Auseinandersetzung mit Schönheitsidealen. Und: Die Jugendlichen kannten sich vor dem Projekt nicht. Aber dank Social Media bauten sie sehr schnell intensive Kontakte auf und waren bald ein eingeschworenes Team – auch wenn sie in den verschiedensten Ecken der Ostschweiz wohnen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich als Jugendlicher bei solchen Medienprojekten mitgemacht und mir oft gewünscht, es würde noch mehr Möglichkeiten geben, erste Erfahrungen als Journalist zu sammeln. Zum Glück gibt es jetzt eine mehr. Daumen drücken, dass dieses kirchliche Jugendmedienprojekt Zukunft hat!

Warum mich Buch-Bewertungen von Kindern und Jugendlichen am meisten freuen

Fünf Sterne machen einen glücklich, ein Stern lässt einen leer schlucken: Wie wahrscheinlich fast jeder andere Autor checke auch ich die neuen Online-Rezensionen zu meinen Büchern. Die Spannung ist dann besonders gross, wenn das Buch gerade erst erschienen ist und die allerersten Bewertungen eintreffen. Eigentlich ist jede Bewertung ein Kompliment: Da hat sich jemand Zeit genommen, sich mit meinem Buch auseinandergesetzt und sogar noch eine Bewertung verfasst – keine Selbstverständlichkeit!

Wenn Kinder und Jugendliche bewerten

Als Autor von Kinder- und Jugendbüchern freue mich natürlich besonders, wenn ein Kind oder ein Teenager schreibt, dass ihm mein Buch gefallen hat – wie zum Beispiel über die Besprechung von Anna (13) zu „Nächtelang und meilenweit“. Hier könnt ihr sie nachlesen Eine bessere Motivation für einen Autor gibt es wohl kaum!

Wer schon mehrere Bücher veröffentlicht hat, hat auch gelernt, mit kritischen oder negativen Feedbacks umzugehen – manchmal kann man als Autor von Feedbacks lernen oder wird durch sie für Dinge sensibel, die einem vorher gar nicht bewusst waren. Das war zum Beispiel bei der Rezension auf dem österreichischen Schuportal so: Hier hat sich  jemand sehr viel Zeit genommen und sich differenziert mit den verschiedenen Kapiteln beschäftigt.

Können Sie das begründen?

Manchmal kommt es aber auch vor, dass man die Rezension zwei oder drei Mal liest und nicht nachvollziehen kann, was der Leserin, dem Leser nicht gefallen hat. Wie soll man sich als Autor in solchen Situationen verhalten? Einfach ignorieren? Oder mit der Rezensentin, dem Rezensenten Kontakt aufnehmen und ihn um ein paar Präzisionen bitten?

Präzise und differenziert

Ich rezensiere als Journalist schon seit etwa fünfzehn Jahre Filme, Bücher und Alben und war da auch nicht von allem begeistert: Aber immer habe ich mich bemüht, eine Begründung zu liefern, meine Einschätzung möglichst präzise und differenziert zu erklären. Dies, so bin ich überzeugt, ist ein respektvoller Bewerter dem Leser und dem Künstler schuldig. Denn ja: Bewertungen sind oft sehr subjektiv geprägt, gerade deshalb ist es fair, zu erklären, warum man mit einem Film, einem Song oder einer Ausstellung seine Mühe hatte.