Warum mich Buch-Bewertungen von Kindern und Jugendlichen am meisten freuen

Fünf Sterne machen einen glücklich, ein Stern lässt einen leer schlucken: Wie wahrscheinlich fast jeder andere Autor checke auch ich die neuen Online-Rezensionen zu meinen Büchern. Die Spannung ist dann besonders gross, wenn das Buch gerade erst erschienen ist und die allerersten Bewertungen eintreffen. Eigentlich ist jede Bewertung ein Kompliment: Da hat sich jemand Zeit genommen, sich mit meinem Buch auseinandergesetzt und sogar noch eine Bewertung verfasst – keine Selbstverständlichkeit!

Wenn Kinder und Jugendliche bewerten

Als Autor von Kinder- und Jugendbüchern freue mich natürlich besonders, wenn ein Kind oder ein Teenager schreibt, dass ihm mein Buch gefallen hat – wie zum Beispiel über die Besprechung von Anna (13) zu „Nächtelang und meilenweit“. Hier könnt ihr sie nachlesen Eine bessere Motivation für einen Autor gibt es wohl kaum!

Wer schon mehrere Bücher veröffentlicht hat, hat auch gelernt, mit kritischen oder negativen Feedbacks umzugehen – manchmal kann man als Autor von Feedbacks lernen oder wird durch sie für Dinge sensibel, die einem vorher gar nicht bewusst waren. Das war zum Beispiel bei der Rezension auf dem österreichischen Schuportal so: Hier hat sich  jemand sehr viel Zeit genommen und sich differenziert mit den verschiedenen Kapiteln beschäftigt.

Können Sie das begründen?

Manchmal kommt es aber auch vor, dass man die Rezension zwei oder drei Mal liest und nicht nachvollziehen kann, was der Leserin, dem Leser nicht gefallen hat. Wie soll man sich als Autor in solchen Situationen verhalten? Einfach ignorieren? Oder mit der Rezensentin, dem Rezensenten Kontakt aufnehmen und ihn um ein paar Präzisionen bitten?

Präzise und differenziert

Ich rezensiere als Journalist schon seit etwa fünfzehn Jahre Filme, Bücher und Alben und war da auch nicht von allem begeistert: Aber immer habe ich mich bemüht, eine Begründung zu liefern, meine Einschätzung möglichst präzise und differenziert zu erklären. Dies, so bin ich überzeugt, ist ein respektvoller Bewerter dem Leser und dem Künstler schuldig. Denn ja: Bewertungen sind oft sehr subjektiv geprägt, gerade deshalb ist es fair, zu erklären, warum man mit einem Film, einem Song oder einer Ausstellung seine Mühe hatte.

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